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Wahlabonnement 2022/2023

Steegerstraße 38
41334 Nettetal

Tickets from €54.00 *

Event organiser: Stadt Nettetal - NetteKultur, Doerkesplatz 3 , 41334 Nettetal, Deutschland

Event info

Das Programm des Wahlabonnements 2022/2023, bestehend aus elf Veranstaltungen, beinhaltet Aufführungen aus den Bereichen Komödie, Schauspiel, Thriller, Musical-Revue und einem Konzert.

Wählen Sie ihr Wunschprogramm - fünf aus elf Veranstlatungen.
Bitte beachten Sie, dass Sie fünf Veranstaltungen buchen müssen.

Die Termine:
Freitag - 30. September 2022 - Das Abschiedsdinner - Komödie
Dienstag - 11. Oktober 2022 - Himmlische Zeiten - Musical-Revue
Sonntag - 06. November 2022 - Stella - Schauspiel
Freitag - 25. November 2022 - Falsche Schlange - Thriller
Sonntag - 11. Dezember 2022 - The Who and the What - Schauspiel
Freitag - 13. Januar 2023- Fehler im System - Komödie
Samstag - 04. März 2023 - CONCERTO SCHERZettO 2 - Comedy-Klassik-Konzert
Samstag - 18. März 2023 - Spatz und Engel - Schauspiel
Montag - 17. April 2023 - Oskar und die Dame in Rosa - Schauspiel (Ersatz für Präsidenten-Suite)
Dienstag - 02. Mai 2023 - Aus dem Nichts - Politthriller
Samstag - 13. Mai 2023 - Extrawurst - Komödie

Einzelheiten zu allen Abonnements und weitere Veranstaltungen der NetteKultur finden Sie in unserem aktuellen Spielplan, online auch als Blätterkatalog unter https://www.nettetal.de/de/theater/theater/ zu finden.

Abschiedsdinner
Komödie
Komödie Berlin/Komödie Winterhuder Fährhaus
Regie Jürgen Wölffer
Mit Michael von Au, Ralf Komorr, Susu Padotzke
Was, wenn ein Treffen mit alten Freunden zur bloßen Verpflichtung gerät? Wenn man sich immer dieselben Geschichten erzählt und hinter dem Rücken des jeweils Anderen eigentlich nur noch lästert? Dann könnte man sich doch auch gleich von der belastenden Beziehung verabschieden, oder? So sehen es jedenfalls Peter und Katja Vorberg, die keine Lust mehr haben, 35 % ihrer freien Abende mit aufwendiger Freundschafts- und Kontaktpflege zu verbringen. Das sogenannte „Abschiedsdinner“ soll Abhilfe schaffen. Es wird für solche Freunde gegeben, die eigentlich nur noch aus Gewohnheit eingeladen werden. Beim Lieblingswein jener Wegbegleiter, umringt von den Geschenken, die man im Laufe der Zeit von ihnen erhalten hat und bei deren Lieblingsmusik soll ein Essen kredenzt werden – alles, ohne den Betreffenden zu sagen, dass es das letzte Ma(h)l sein wird. Die Vorbergs beschließen, es zu versuchen und wählen als erstes Paar Anton und Bea aus. Alles wird arrangiert und steht bereit für den letzten gemeinsamen Abend. Doch Anton kommt ohne Bea. Peter und Katja erschrecken – was, wenn er etwas merkt?! Doch zu spät, Anton entlarvt sie.

Himmlische Zeiten
Musical-Revue
Schauspielbühnen in Stuttgart/ Komödie im Marquardt
Regie Katja Wolff
Mit Angelika Mann, Patricia Hodell, Heike Jonca, Nini Stadlmann

Auf der Privatstation einer Klinik treffen sie sich wieder: Die Karrierefrau, die der wachsenden Konkurrenz um ihren Managerposten mit einer kosmetischen Generalüberholung trotzen will, die Junge, die kurz vor Toresschluss noch schnell ein zeites Baby bekommt, die Hausfrau, deren Rente vorne und hinten zum Leben nicht reicht und die Vornehme, die nach dem Zusammenprall mit einem hart geschlagenen Golfball Gedächtnisstörungen hat. Eigentlich fühlen sie sich noch ziemlich gut in Form, sind gestandene Frauen und stehen im Leben, trotzdem hadern sie damit, dass die Uhr für jede von ihnen mehr oder weniger laut tickt: Und das tun sie auf schlagfertige und quicklebendige Weise, denn dieser Abend ist vor allem eine erfrischende muntere Hymne auf das Leben und auf die Freundschaft. Liebenswerte Charaktere mit Ecken und Kanten, schlagfertige Dialoge, urkomische Situationen und jede Menge Musik machen diese Produktion zu einem unvergesslichen Erlebniss. Mit einem auf den Punkt gebrachten neuen Texten für Hits wie "Wonderful World", "I´m So Excited", "Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?", "Another Day in Paradise", "Movie Star", "A Night like This", "Faust auf Faust" laufen die vier Ladys zur Höchstform auf. Denn eins ist sicher: Wer solche Freundinnen hat, dem winken wahrlich "Himmlische Zeiten".

Stella
Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe
Fassung von Amina Gusner
Hamburger Kammerspiele
Regie Amina Gusner
Mit Anna Schäfer, Mario Ramos, Isabell Fischer, Kerstin Hilbig, Kristina-Maria Peters, Barbara Krabbe
Zwei Frauen lieben einen Mann. Ein Mann liebt zwei Frauen. Seine eigenen Affären inspirierten den jungen Goethe zu dem "Schauspiel für Liebende". Fernando hat Cäcilie verlassen und findet bei Stella die neue Liebe. Für sein Stück hat Goethe zwei verschiedene Schlüsse geschrieben: Einmal endet es in einer glücklichen Dreierbeziehung, einmal tragisch. Armina Gusner zeigt in ihrer Inszenierung die Zeitlosigkeit des Themas und sucht mit Goethes klassischem Werk heutige Liebes- und Beziehungsmodelle. Seien Sie gespannt, welchen Ausgang die Liebenden in dieser Aufführung wählen werden!

Falsche Schlange
Psycho-Thriller von Alan Ayckbourn
Theater im Rathaus Essen
Regie: Gerit Kling
Mit Gerit Kling, Macki Heilmann, Astrid Rashed
Nicht einen Moment der Entspannung gönnt Alan Ayckbourn den Zuschauer*innen in diesem abgründigen Katz- und Maus Spiel um Famieleingeheimnisse, alte Geister und viel Geld. Der Plot dieses packenden Thrillers ist nur auf den ersten Blick simpel: Obwohl sie gerade erst einen Herzinfarkt überstanden hat, kehrt die in Australien lebende Annabel sofort zurück in ihre britische Heimat, als sie erfährt, dass ihr Vater plötzlich verstorben ist. Denn sie, die als Teenagerin von den Gewaltausbrüchen des tyrannischen Patriarchen geflohen ist, wurde von ihm als Erbin eingesetzt. Und nicht ihre jüngere Schwester Miriam, die bleiben musste um den Vater bis zu seinem Tode gepflegt hat. Doch bei ihrer Ankunft trifft Annabel nicht wie erwartet auf Miriam, sondern Krankenschwester Alice, die erst kurz vor dem Tod des Vaters von Miriam entlassen wurde. Die berichtet ungeheuerliches: Miriam hat ihren Vater ermordet. Als Beweis zeigt Alice Annabel einen handschriftlichen Brief, in dem er schreibt, dass er um sein Leben fürchtet. Für ihr Stillschweigen verlangt Alice hunderttausend Pfund. Doch weder Annabel noch Miriam sind bereit, auf diese Forderung einzugehen.

The Who and the What
Schauspiel in zwei Akten von Ayad Akhtar
Euro-Studio Landgraf
Regie Felix Prader
Mit Heikko Deutschmann, Matthias Gärtner, Noelle Haeseling, Tatjana Sebben, Matthias Gärtner
Afzal hat sich von einem einfachen Taxifahrer zu einem überaus erfolgreichen Taxiunternehmer hochgearbeitet und sich nach dem Tod seiner Frau zwölf Jahre lang liebevoll um die Erziehung seiner beiden nun erwachsenen Töchter gekümmert. Mahwish möchte endlich die Frau ihres Langzeitfreundes werden, muss – da Afzal an den Traditionen seiner Vorfahren festhält – aber warten, bis ihre ältere Schwester
Zarina, eine erfolgreiche Harvard Absolventin, verheiratet ist. Ihr hatte der Vater die Ehe mit ihrer ersten großen Liebe verboten, weil der katholische Collegestudent nicht konvertieren wollte. Nun sucht Afzal auf
muslimlove.com, einem muslimischen Ehepartnerportal, einen Mann für sie. Natürlich ohne ihr Wissen, hat er unter ihrem Namen Kontaktanzeigen aufgegeben und die Bewerber getroffen. In einer entwaffnend komischen Szene prüft er Eli, einen zum Muslim konvertierten Amerikaner, der in einer kleinen Moschee eine Suppenküche betreibt, auf Glaubensfestigkeit, Einkommen und Kinderwunsch. Dieser – inzwischen achte Kandidat – entspricht all seinen Vorstellungen und wird tatsächlich Zarinas Ehemann.
In ihrem Porträt des Propheten hinterfragt sie dessen Frauenbild und versucht zu ergründen, Wer Mohammed wirklich war – da nur Vordergründiges über ihn bekannt ist. Als Afzal zufällig das fertige Buchmanuskript von Zarina entdeckt, weiß der orthodoxe Muslim sofort, was das bedeutet. Nicht nur
für ihn, sondern für alle, die an den Werten der Religion ihrer Heimat festhalten, ist es pure Blasphemie. Er ist zutiefst verletzt, gleichzeitig auch voller Sorge um die Sicherheit seiner Familie.

Fehler im System
Komödie
Schlosspark Theater Berlin
Regie Folke Braband
Mit Jürgen Tarrach, Tommaso Cacciapuoti, Jantje Billker, Guido Hammesfahr
Emma hat Oliver, ein aufgeblasenes Ekel, endlich vor die Tür gesetzt. Kurz darauf ist er zurück und begrüßt seine Ex mit seltsam monotoner Stimme: "Oliver Vierpunktnull. Hallo. Guten Tag." Schnell wird klar: Emma
hat sich ihren Oliver 4.0 bei einer Partneragentur bestellt. Ein Freund nach "digitalem" Maß könnte man sagen, aufmerksam, höffich, pflegeleicht, der zudem dem Original verblüffend ähnlich sieht. Wie praktisch! Das fndet auch Emmas Vater Lea, der sich gerade einer Geschlechtsumwandlung unterzieht. Nach 40 Jahren im Körper eines Mannes möchte er endlich zu der Frau werden, als die er sich immer schon
fühlte. Was es heißt, sich der eigenen Gefühle nicht sicher zu sein, weiß Oliver 4.0 nur zu gut und zeigt viel Sympathie für Leas Probleme. Was Emma nicht ahnt: Bei Oliver 4.0 haben sich unversehens, aufgrund eines Programmierfehlers zärtliche Empfndungen für sie eingestellt. Da seinem künstlichen Gehirn das romantische Vokabular völlig fehlt, von der zarten Klaviatur der Empfndungen ganz zu schweigen, entstehen herrliche Verwicklungen und verdrehte Dialoge, in denen sämtliche Schauspieler zur Höchstform auflaufen.

CONCERTO SCHERZettO 2
Comedy-Klassik-Konzert von Jordi Purtí
Orchester Orthemis – Nova OCE
Regie / Dirigent Jordi Purtí
Euro-Studio Landgraf
Nach dem Sensationserfolg von „Concerto SCHERZettO“ setzen Jordi Purtí und das
Orchester Orthemis – Nova OCE mit einer brandneuen Show noch einen drauf. Das traditionelle Klassik-Erlebnis wird komplett auf den Kopf gestellt. Diesmal verzichten die Musiker*innen auf ihre Stühle und geben das Konzert im Stehen. Außerdem entfalten sie neben ihrem musikalischen auch ihr schauspielerisches Talent, wenn sie einen witzigen Sketch nach dem anderen in die Darbietung ein streuen! Gekonnt kombinieren die Musiker*innen des katalanischen Kammerorchesters feinsten Klassik-Hörgenuss mit Witz, Slapstick und Akrobatik. Mit vollem Körpereinsatz, artistischem Können und unwiderstehlicher Komik entfachen sie ein veritables Comedy-Klassik-Feuerwerk. Und ganz nebenbei erblüht inmitten chaotischer Verfolgungsjagden, Rachepläne und mangelnder Orchester-Disziplin in diesem außergewöhnlichen Klangkörper das zarte Pflänzchen Romantik. Mit seinem herausfordernden Mix aus klassischer Musik, Pantomime und Slapstick wagt es „Concerto SCHERZettO 2“, die Grenzen von Klassik und Unterhaltung neu zu setzen und verspricht einen weiteren Hochgenuss für Musik- und Comedy-Fans jeden Alters.

Spatz und Engel
Schauspiel mit Live-Musik
Fritz Rémond Theater im Zoo, Frankfurt
Regie: Daniel Große Boymann
Mit Heleen Joor, Susanne Rader, Arzu Ermen, Steffen Wilhelm
Musikalische Leitung, Klavier: Cordula Hacke
Akkordeon: Vassily Dück
Die Eine stammt aus einer preußischen Offziersfamilie, die Andere ist das Kind eines Zirkusakrobaten und einer Straßensängerin. Die Eine wächst im Internat in Weimar auf, die Andere in einem Bordell in der Normandie. Die Eine wechselt ihre Männer wie ihre Garderobe, die Andere träumt stets von der großen Liebe. Die Eine stirbt mit 91Jahren und ist der größte Star, den Deutschland je hervorgebracht hat. Die Andere wird gerade einmal 47. Als sie stirbt, fällt Frankreich in Staatstrauer, 40.000 Menschen folgen ihrem Sarg. Edith Piaf, der „Spatz von Paris“ und Marlene Dietrich, der „blaue Engel“, begegnen sich 1948 in New York. Beide Diven verbin-det fortan eine intensive Freundschaft, die von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet bleibt. Vom ersten Kennenlernen bis zu Piafs frühem Tod und Marlenes Rückzug in ihre Pariser Wohnung verbindet „Spatz und Engel" die Geschichte dieser beiden Weltstars mit deren unvergesslichen
Chansons, darunter: „La vie en rose“, „Frag nicht, warum ich gehe“, „Milord“, „Sag mir, wo die Blumen sind“ oder „Non, je ne regrette rien“.

Oskar und die Dame in Rosa
Schauspiel von Eric-Emanuel Schmitt.
In der Hauptrolle ist Doris Kunstmann zu sehen
Oskar ist erst zehn, aber er weiß, dass er sterben wird. ‚Eierkopf‘ nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass der Arzt und Oskars Eltern Angst haben, darüber zu reden, dass weder Chemotherapie noch Knochenmarkstransplantation sein Leben retten kön-nen. Nur die ‚Dame in Rosa’, hat den Mut, mit ihm über seine Fragen nachzudenken.
Die ‚Dame in Rosa‘ gehört zu den Frauen in rosa Kitteln, die sich in der Klinik ehrenamtlich um schwerkranke Kinder kümmern. Sie, die Oskar liebevoll Oma Rosa nennt, rät ihm, dem lieben Gott jeden Tag in einem Brief zu schreiben, was ihn bewegt.
»Was soll ich ihm denn schreiben?«
»Vertrau ihm deine Gedanken an. Gedanken, die man nicht ausspricht, machen schwer.«
Oskar, der nicht mal an den Weihnachtsmann glaubt, findet die Idee nicht wirklich prima. Oma Rosa bringt ihn dazu, sich jeden Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen. Auf diese Weise durchlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter – bis er mit 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden.

Aus dem Nichts
Politthriller nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin
EURO-STUDIO Landgraf
Regie: Miraz Bezar
Mit Anna Schäfer, Mathias Kopetzki, Christian Meyer, Martin Molitor, Maika Troscheit, Constanze Aimée
Feulner, Philip Wilhelmi
Es ist eine Geschichte, die man nie erleben möchte, ein emotionales Drama über Verlust und Trauer, das noch lange beschäftigt: An einem Nachmittag bringt Katja ihren kleinen Sohn Rocco ins Büro ihres deutschkurdischen Mannes Nuri. Als sie am Abend zurückkehrt, sind beide tot. Eine vor dem Büro deponierte Nagelbombe hat alles zerfetzt. Katjas Welt hat sich aus dem Nichts heraus für immer verändert.Vor dem Anschlag hatte sie am Tatort eine junge Frau gesehen, die ihr mit einem schwarzen Behälter bepacktes Fahrrad an einer Laterne abstellte. Doch statt diese Spur zu verfolgen stürzt sich die Polizei lieber auf Nuris angeblichen Kontakte zum Kriminellenmilieu. Dann gehen ihr zufällig die wahren Täter ins Netz. Hauptverdächtig ist das Neonazipärchen Möller. Aber der Prozess entwickelt sich anders als Katja erhofft. Obwohl ihr Anwalt Danilo von einer wasserdichten Beweislage ausgeht – in der Garage des Paares werden alle Bestandteile für den Bau einer Bombe gefunden – gelingt es dem Verteidiger der Angeklagten
durch eine perfide Verteidigungsstrategie, die eindeutigen Indizien in Frage zu stellen und den Prozess zu deren Gunsten zu entscheiden. Die Möllers werden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Gedemütigt und entsetzt weiß Katja nicht mehr, was sie tun soll. Doch dann gibt es neue Ermittlungserkenntnisse.

Extrawurst
Komödie in zwei Akten von Dietmar
Jacobs und Moritz Netenjakob
Euro-Studio Landgraf
Regie Frank Matthus
Mit Gerd Silberbauer, Daniel Pietzuch, Mattiias Happach, Susanne Theil und Hans Machowiak
Eigentlich ist es nur eine Formsache. Die Mitgliederversammlung des Tennisclubs einer deutschen Kleinstadt soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise
kein Problem – gäbe es da nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste ja bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den eigentlich friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Denn: Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine
deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft?
Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, ‚Gutmenschen‘ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als einen Grill. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ durchaus fließender sind als man denkt.

Directions

Seerosensaal Lobberich
Steegerstraße 38
41334 Nettetal
Germany
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